Am Dienstag hatte ich die Gelegenheit, einen kleinen Blick hinter die Kulissen von Kitchensurfing zu werfen und beim Casting des Kochnachwuchs ordentlich mitzuprobieren. Kitchensurfing.com ist eine Plattform die Köche an Menschen vermittelt, die gerne gutes Essen Zuhause genießen möchten.

Sich so einen Privatkoch nach Hause zu holen ist ganz einfach: Auf Kitchensurfing.com sucht man sich zunächst einen Koch heraus, dessen Profil, Stil und Preisgestaltung einem gefallen und gut zu dem jeweiligen Anlass passen. Sobald alle Details abgesprochen sind, wird das Angebot über die Webseite gebucht und dann kann es auch schon los gehen. Der Koch kümmert sich um alles. Kauft ein, bereitet das Essen zu und räumt hinterher auch wieder auf. Die denkbaren Anlässe für so einen Einsatz sind so vielfältig wie das Angebot und die Preise. Bezahlt wird bargeldlos über die Webseite und natürlich freut sich jeder Koch nach dem Essen über eine Bewertung seines Angebots.

Neben der Zusammenführung von Gastgebern und Köchen, geht es Kitchensurfing auch um den Aufbau einer lebendigen Community für Menschen, die ihre Leidenschaft fürs Kochen gerne mit anderen teilen. Neben regelmäßigen Treffen zum Austausch von Neuigkeiten, gibt es spezielle Aktionen und Veranstaltungen. Zum Beispiel wird wahrscheinlich im Frühjahr in Berlin ein Markt stattfinden, auf dem registrierte Kitchensurfing Köche ihr Angebot präsentieren können. Ich warne hier gerne noch mal vor wenn es soweit ist.

Ein ausgebildeter Profikoch muss man übrigens nicht sein, um seine Kochkünste auf Kitchensurfing.com anzubieten. Dennoch muss jeder Kandidat vorab erst einmal beweisen, dass es schmeckt und erzählen, warum er leidenschaftlich gerne für andere kocht. Und darum ging es auch am vergangenen Dienstag in den Räumlichkeiten des kreuzberger Mulax. Die Köche die sich bei dem Casting präsentierten, sowie ihre Gerichte und Geschichten waren alle sehr unterschiedlich aber das macht Kitchensurfing auch gerade so spannend. Kulinarisch gibt es einiges zu entdecken und schön finde ich auch, dass zu den Speisen die Tipps und Tricks gleich mitgeliefert werden. Man muss den Koch nur fragen.

Für mich war es ein sehr inspirierender Nachmittag. Besonders interessant fand ich die Diskussion um die sehr fein gewürzten Speisen einer indisch stämmigen Köchin. Ihr Hühnercurry mit selbstgemachter Kokosmilch war köstlich, vom Würz- und Schärfegrad her aber eben sehr auf den empfindlichen deutschen Gaumen abgeschwächt. Eigentlich schade, zumal die Köchin selbst gerne `richtig indisch´, also würzig und scharf kocht. Nun muss ich nur noch die richtige Gelegenheit finden, um diese Köchin für ein traditionelles südindisches Menü zu engagieren. Das schmeckt sicher wahnsinnig gut!

In Berlin ist Kitchensurfing im Herbst 2012 gestartet und das Angebot wächst stetig. Aktuell konzentriert sich der Ausbau der Städte allerdings auf die USA, wobei das Konzept langfristig die Welt erobern soll. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg und werde gleich erst einmal Freunde zum Essen einladen. Muss doch üben. Denn wenn ich groß bin, möchte ich auch Kitchensurfing-Profil haben! ;)

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