Libanesische Fleischbällchen, Bohnen, Tomaten & Couscous.
Lebanese meatballs, beans, tomatoes & couscous.

Sweet Beet - Rote-Beete Schokokuchen im Glas.

Das Schönste an kulinarischen Tauschtreffen ist das Entdecken und Probieren. Im Rahmen der Berlin Food Week fand gestern der ‘Food Swapping Day' statt. Ich war mit confiertem Knoblauch “Eat this Vamp”, Kürbis-Hummus “Mousse au Hokkaido” und sechs Gläsern Rote-Beete Schokokuchen “Sweet Beet” dabei und habe reichlich tolle Sachen probieren und eintauschen können.

Da ich mehrfach danach gefragt worden bin, hier das Rezept für Sweet-Beet: Der Rote-Beete Schokokuchen!

image

Sweet Beet - Rote-Beete Schokokuchen im Glas
für ca. 6-8 Gläser.

200 g Butter (& ein bisschen zum einfetten der Gläser)
200 g dunkle Schokolade (mind. 70%)
200 g gegarte, geschälte Rote Bete
150 g brauner Zucker
1 Vanilleschote & 1 EL Vanillezucker
4 Eier
200 g fein gemahlene Mandeln mit Haut
50 g Mehl
1 TL (Weinstein)Backpulver
1 Prise Zimt & Salz.

Backofen auf 160°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Gläser gut einfetten. Die Schokolade und die Butter im Wasserbad bei geringer Hitze schmelzen.

Rote Beete mit Mixstab oder Küchenmaschine fein pürieren. Eier trennen: Eiweiße sehr steif schlagen und zur Seite stellen. Eigelbe mit einer Prise Salz und dem Zucker schaumig rühren.

Geschmolzene Schoko-Buttermischung und dann die Rote-Beete zugeben. Gemahlene Mandeln, Mehl, Backpulver und Zimt mischen und einrühren. Nun das geschlagene Eiweiß vorsichtig unterheben.

Gläser zu ¾ mit Teig füllen und im Backofen ca. 35 Minuten auf der unteren Schiene backen.

Soll der Kuchen etwas länger aufgehoben werden, die Gläser sofort fest verschließen. (Aber wer würde so eine feine Leckerei schon lange aufbewahren können? ;))

Ich habe die Kuchen für die Tauschaktion abkühlen und über Nacht durchziehen lassen.

Auch gut: Mit dunkler Kuvertüre überziehen, geschlagene Sahne dazu reichen oder im Wasserbad eine Ganache aus einem Teil Sahne und einem Teil Schokolade herstellen und mit den Sweet-Beet Schokoküchlein vernaschen.

image

Rezept aus der Lust auf Genuss (03/2014), hier abgewandelt.

Portugiesische Genüsse.

Eins vorweg: Die Entscheidung wo wir in diesem Jahr unsere Spätsommer-Urlaubstage verbringen würden, war diesmal nicht ganz einfach aber dann ging es plötzlich doch ganz schnell…
„Ich möchte in den Norden Portugals!“
„Schon wieder Portugal?“
„Ja, bitte!“
„Süditalien?“
„Hhm…“
„Okay fein, aber den nächsten Urlaub verbringen wir woanders…“

Nach einigen Lissabon Besuchen und unserem Trip nach Olhão im vergangenen Jahr sind wir für etwas über eine Woche nach Porto geflogen.

Vor dem Urlaub haben wir tagelang unsere Teller und Schüsseln leer gekratzt. Aufessen war die Devise! Das Wetter in Porto war grässlich und auch die Vorhersage ließ auf nichts Gutes hoffen. Man muss nur daran glauben, dass aufessen das Wetter beeinflusst denn TADA > Wetter gut, Essen gut, Wein und Oporto ganz wunderbar :)

image

image

Portugiesisch essen und einkaufen
Gut zu essen und zu trinken spielt im Leben der Portugiesen (und Portuenser;)) eine große Rolle. Vielleicht sind sie mir deswegen so sympathisch. Die Zahl der Pastelerias, Snack-Bars, Tascas, Restaurants und Bars in Porto scheint unendlich. Die Preise sind moderat, die Qualität der Speisen - auch in der einfachsten Snack-Bar - immer sehr gut bis ausgezeichnet.

Während das pequeno-almoço (Frühstück) in der Regel eher klein bleibt, wird in Portugal mittags und abends gerne warm gegessen. Von morgens bis nachts gilt: Nix geht ohne einen starken Kaffee, der häufig im Stehen aber niemals im Gehen eingenommen wird.
Die portugiesische Küche ist einfach aber fein, oft mit wenigen aber sehr guten Zutaten. Gerade in den größeren Städten gibt es Köche und Restaurants die sich auf die moderne Interpretation von traditionellen Gerichten spezialisiert haben. Wir haben ein paar sehr, sehr leckere Sachen entdeckt aber dazu mehr bald!

Beim einkaufen und im Restaurant sind viele Lebensmittel regional oder zumindest aus Portugal. Wunderbar, denn u.a. was Gemüse, Fleischprodukte, Fisch- und Meeresfrüchte, Käse, Wein, Brot, Backwaren, Oliven und Öle angeht, hat das Land wirklich ein paar Schätze zu bieten.

image

Eine Wein-Besonderheit sind zum Beispiel die unzähligen autochthonen (= ursprünglichen, einheimischen) Rebsorten. Besonders spannend finden wir Touriga Nacional, Loureiro und Alvarinho Weine. Captain Cork hat dazu kürzlich einen sehr interessanten Artikel veröffentlicht.

Die bunte Seefahrer- und Handelsstadt Porto im Norden Portugals habe ich zwar als Kind schon einmal besucht, konnte damals aber mit vielen portugiesischen Genüssen noch nicht so viel anfangen. So erinnere ich mich an eine sehr langweilige Portweinprobe mit meiner Familie, bei der es für Kinder einen Traubensaft gab, den ich nie besonders mochte. Wie gut, dass auf dieser Reise andere Regeln galten! :)

Eat this, Vamp!

Eat this, Vamp!

Tausch dich glücklich!

Etwa ein Mal im Monat wechseln bei den foodXchange Berlin Treffen selbst gemachte und selbst geerntete Lebensmittel den Besitzer. Himbeeressig gegen Zitronentarte, Marmelade gegen Quitten: Das Angebot ist vielfältig! Das Zuhause der Treffen ist normalerweise die Kreuzberger Markthalle Neun, manchmal macht der foodXchange aber auch einen Ausflug und trifft sich andernorts. Wie zum Beispiel am vergangen Samstag im Rahmen des Stadt Land Food Festivals im gemütlichen Ladencafé der Culinary Misfits. Die Tausch-Treffen sind eine schöne Gelegenheit anderen seine kulinarischen Köstlichkeiten vorzustellen und die Kreationen Anderer zu entdecken und - gelingt das Tauschgeschäft - mit nach Hause zu nehmen.

Das nächste foodXchange Berlin Treffen findet bereits am Mittwoch, den 29. Oktober statt. Bitte hier entlang zur foodXchange facebook Seite.

Am kommenden Samstag, 11. Oktober von 13.00 bis 16.00 Uhr, veranstaltet die Berlin Food Week den “Food Swapping Day" im Kaufhaus Jandorf, bei dem selbstgemachtes im Glas getauscht werden kann.

See you there!

A sweet “hello” from Porto :)

Davor & danach //
Before & after.

Soy-spinach, rice and baked pumpkin with sichuan pepper, red berries, fennel seeds & dark sesame.

Ein paar Eindrücke von der Launch-Party des Craft Beer Buchs “Barley & Hops" Freitagabend im Gestalten Pavilion
Some snap shots from the launch-event of the craft beer book “Barley & Hops" Friday night at Gestalten Pavilion.

Die Stadt kocht. Berlin - Der Sommer.

Im Sommer is(s)t Berlin gerne draußen. Verständlich, denn der Winter in dieser Stadt ist lang, häufig grau, kalt und trostlos. Dann ziehen die Menschen mit eingezogenen Schultern und tiefsitzenden Wollmützen hastig durch die Straßen.

Im Sommer hingegen ist Berlin freundlich, brodelnd bunt, manchmal aber auch stinkig, laut und um die nächste Hausecke herum dann wieder überraschend grün und leise. Kulinarisch ist Berlin hochspannend. Manchmal verbergen sich in Imbissbuden und Markthallen kleine Schätze. Plötzlich liegen feine Restaurants versteckt in Hinterhöfen an denen man schon 1000 Mal einfach so vorbei gelaufen ist. Mit all seinen Gesichtern, Aromen und Geschichten ist das gastronomische Angebot Berlins so groß und vielfältig, wie die Spreemetropole selbst.

Berlin im Sommer wurde in Lieder besungen, in Büchern beschrieben und mit Filmen beehrt. Jetzt gibt es auch ein Sommer-Kochbuch. Wir haben uns den Band am vergangen gerade-noch-so-Sommer-Wochenende einmal genauer angeschaut.

image

In der Sommerausgabe von „Die Stadt kocht. Berlin“ stellen Cathrin Brandes und Florian Bolk ihre kulinarischen Lieblingsprotagonisten des Berliner Sommers vor: Bei Sonja Frühsammer gibt es Pulpo, Oliver Lloyd Boehm empfiehlt Havelwasser, Niko Robert verrät sein Rezept für Limettensorbet und Wolfgang Müller vergräbt einen Rinderrücken glatt im heißen Erdloch… Über 5 Kapitel hinweg wird gekocht, gemixt, eingeschenkt und erzählt. Neben Köchen und ihren Sommerrezepten rücken u.a. Schauspieler, Designer, Eisproduzenten, Barleute und Weinexperten ins Rampenlicht. Richtig, denn Berlin kocht nicht nur, Berlin trinkt auch ganz gern mal ein Gläschen.

image

Die vorgestellten Rezepte sind anspruchsvoll aber durchweg nachkochbar und so fotografiert, dass einem schon nach wenigen Seiten das Wasser im Mund zusammen läuft. Die Porträts sind sympathisch, manchmal würde man gerne ein bisschen mehr erfahren aber das ist auch eins der Anliegen von diesem knalligen Buch, dass Lust macht, ein bisschen genauer hereinzuschauen: In die zahlreichen Küchen, Pfannen und Ess-Räume, um die Gaumenfreuden der Stadt zu entdecken. Ach ja, der nächste Sommer kommt bestimmt….

image

Lesen macht hungrig. Gerne haben wir uns beim Blättern inspirieren lassen.
Nach einigem Hin- und Her fiel unsere Nachkoch-Wahl auf das Rezept „Schweinebauch“ von Frederik und Iannis aus dem Fluxbau.
Ein stattliches Stück Schweinebauch wird kopfüber in der Pfanne ausgelassen und wandert dann für 3 Stunden in ein Rotwein-Schmorsud, um hinterher unter’m Grill noch eine knusprige Schwarte verpasst zu bekommen. Himmlisch! Hoisin-Paste verleiht dem Sud kurz vor Schluss eine asiatische Note. Serviert wird auf einem Süßkartoffelpüree, mit Erbsenschoten und Gurke. Eigentlich gesellen sich noch butterweiche Rippchen und gebratene Jakobsmuscheln dazu. Aber da sich beide recht spontan nicht ohne Mühe herbeizaubern ließen, blieb der Schweinebauch der alleinige Star des Abends.

image

image

image

“Berlin: Das Sommer- Kochbuch: Die Stadt kocht””

Cathrin Brandes & Florian Bolk
Fotografie: Florian Bolk
Le Schicken Verlag
, 2014
192 S., 19,95 EUR
ISBN: 978-395-64200-3-0

Oder hier gleich kaufen.

Das Buch ist übrigens auf Tour. Die dritte Station der Buch-Roadshow findet am 25.09 bei Holger Schwarz von Viniculture statt.

Zwetschgendatschi.

Zwetschgendatschi.

Last sights of summer….Balkontomate. Balcony-tomato.

Last sights of summer….
Balkontomate. Balcony-tomato.

Gebratene kleine Kartoffeln, Oliven, lauwarmer Radicchio-Bohnen-Salat & Markrelenfilet.

Roasted small potatoes, olives, luke-warm radicchio-bean-salad & makerel filet.

Risotto mit Radicchio, Ziegenkäse, Walnüssen, Birne & einem Rosé.

image

image

image

image

image

image

Spätestens seit dieser Geschichte ist klar: Ohne eine ordentliche Portion Risotto (immer die Körner mit den Hahn;)) geht bei uns nichts! Heute gab es die kleinen, oval-runden Reiskornschönheiten mit Raddichio, Ziegenfrischkäse, gerösteten Walnüssen und gebratenen Birnenwürfeln.

Risotto mit Radicchio, Ziegenkäse, Walnüssen, Birne & einem Rosé // Risotto with raddichio, goats cheese, roasted walnuts, pear-cubes served with rosé wine.
Für 2 Personen

150 g Risottoreis (Carnaroli, Arborio, Vialone…)
3-4 EL Olivenöl
ca. 500 ml Gemüsebrühe
150 ml trockenen Rotwein
1/4 TL Anissamen, fein gemörstert
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Selleriestange, gewürfelt
- geht notfalls auch ohne -
2 Knoblauchzehen, in Scheibchen
1 getrocknete Chilischote, gemörstert
Saft einer halben Zitrone
10 g Butter - oder mehr Parmesan -
40 g Parmesankäse, frisch gerieben

1 mittelgroßen Kopf Raddichio, in Streifen geschnitten
1/2 TL braunen Zucker
2 Frühlingszwiebeln, in Scheiben
Geröstete Walnüsse, Ziegenfrischkäse und Basilikum zur Deko

1 kleine handvoll gehackte Walnusskerne in einer großen Pfanne anrösten und dann in einem Schälchen zur Seite stellen.

1 EL Öl in der Pfanne erhitzen: Stangensellerie, Zwiebel, Knoblauch, Raddichio, Anis und Chili darin anschwitzen, bis das Gemüse weich wird und zu duften beginnt. Mit dem braunen Zucker bestreuen.

In einem schweren Topf 1 EL Öl erhitzen und den Risottoreis unter Rühren darin glasig werden lassen. Die Hitze etwas reduzieren und den Reis mit so viel Gemüsebrühe aufgießen, dass er vollständig bedeckt ist. Aus der Pfanne ein paar Raddichioblättchen zur Seite legen und den Rest des Gemüses zum Reis in den Topf geben und verrühren. Nun nach und nach unter beständigem Rühren den Rotwein und die Brühe hinzufügen.

Nach etwa 16-18 Minuten Garzeit die Bissfestigkeit der Reiskörner überprüfen. Risottoreis ist sehr durstig und saugt Flüssigkeit äußerst dankbar auf. Im Zweifel also mag er gerne ein Schlückchen Wein extra.

Ist der Reis perfekt, den Zitronensaft darüber träufeln und dann Butter, Parmesankäse und die Frühlingszwiebelscheibchen einrühren. Mit Pfeffer und eventuell etwas Meersalz abschmecken und zugedeckt noch ein paar Minuten ziehen lassen.

In der freigewordenen Pfanne Öl erhitzen und die Birnenwürfel darin rundum anbraten.

Raddichio-Risotto auf Tellern verteilen. Mit ein paar Ziegenfrischkäsekleksen, Walnüssen, Birnenwürfeln und Basilikum dekorieren und servieren.

Dazu getrunken haben wir einen Rosé aus dem Languedoc. Ein wunderbarer Wein der von Frauen gemacht wird :)
(Aktuell für 7,95 € im Weinladen Brissac in der Gleimstraße, 10437 Berlin).

Once again: Spaghetti aglio, olio, prezzemolo e peperoncino.

Once again: Spaghetti aglio, olio, prezzemolo e peperoncino.

Herbst.
(Pflaumenstreusel mit Ricottacreme).

Darüber, dass morgen schon wieder Montag ist, tröstet mich nur die Tatsache hinweg, dass es Kuchen zum Frühstück geben wird.

 Wer mag das nicht: Sonntags nach dem Aufwachen noch ein bisschen im Bett liegen bleiben weil es regnet und lauschen, wie die dicken Regentropfen miteinander allsamt auf der metallenen Balkonbalustrade zerspringen. plopplopplop. Draußen hat der Herbst erste Zeichen gesetzt, Blätter verfärbt, das Licht verändert aber zum Glück ist die Luft noch warm genug, um nachts das Schlafzimmerfenster aufzulassen….